Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, mein Gästebad zu renovieren und möchte dort einen modernen Vinylboden verlegen. Das Bad ist ein Altbau-Zimmer mit entsprechend unebenem Estrichboden – teilweise bis zu 8mm Unterschied auf wenigen Quadratmetern. Der Bodenleger meint, eine Ausgleichsmasse ist notwendig, wäre aber relativ kostspielig.
Meine Frage: Muss ich wirklich überall ausgleichen oder reicht es, nur die größeren Dellen und Erhebungen zu beheben? Ich habe online gelesen, dass Vinyl bei kleinen Unebenheiten auch "einfach drüber geht" – stimmt das? Und wie sehr beeinträchtigt ein unebener Untergrund wirklich die Lebensdauer des Belags?
Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen im Altbau gemacht? Was würdet ihr empfehlen, ohne gleich 1.500€ für Ausgleichsmasse auszugeben?
Danke für eure Tipps!
Stefan
Moin Stefan, das kenne ich nur zu gut aus meinem Altbau hier in Bayern. Bei mir war ähnlich – überall kleine Unebenheiten im Estrich, teilweise von der alten Fußbodenheizung.
Die ehrliche Antwort: Bei Vinyl solltest du nicht sparen. Ich hab das selbst versucht, nur die großen Beulen ausgeglichen – nach zwei Jahren sah man schon Druckstellen und an manchen Stellen hat sich der Belag komisch angelegt. Mittlerweile hab ich ausgleichen lassen und es sieht top aus.
Bei bis zu 8mm würde ich definitiv mit Ausgleichsmasse arbeiten, auch wenn's kostet. Vinyl ist flexibel, aber nicht so flexibel, dass es dauerhaft über Unebenheiten geht. Dein Bodenleger hat da recht. Die Alternative wäre eine stärkere Unterlagsmatte, aber auch das ist nur ein Pflaster.
Hab da ähnlich wie bei meiner Dampfbremsen-Geschichte gelernt – im Altbau lohnt sich das richtig machen am Ende mehr als sparen.
Hans-Peter