Hallo zusammen,
stehe vor einer Entscheidung bei der Badsanierung, die mich ziemlich beschäftigt. Bin 45 und überlege, die Badewanne komplett rauszuschmeißen und eine große Walk-in-Dusche einzubauen. Rein praktisch gesehen ist das natürlich super - schneller duschen, mehr Platz, moderner Look.
Aber ich frage mich: Bereue ich das in 15-20 Jahren? Wenn ich mal älter bin oder vielleicht gesundheitliche Probleme bekomme, ist dann ein Bad ohne Wanne ein Nachteil? Andererseits denke ich mir auch, dass ich dann sowieso ins Altersheim muss und das Bad eh verkaufen würde.
Was meint ihr? Habt ihr ähnliche Entscheidungen getroffen und wie seht ihr das heute? Als Projektmanager bin ich gewohnt, Entscheidungen langfristig zu durchdenken, aber bei sowas bin ich echt unsicher.
Plan ist übrigens, das im Juli/August zu machen, wenn ich etwas mehr Zeit hab. Danke für eure Meinungen!
Moin,
aus meiner Erfahrung mit älteren Gebäuden kann ich dir sagen: Walk-in-Duschen sind nicht umsonst ein neuerer Trend. In den historischen Häusern, die ich restauriere, haben die Leute früher oft beides gehabt - eine Wanne zum Baden und eine separate Dusche.
Was die Zukunft angeht: Eine bodengleiche Dusche ist definitiv altersgerechter als eine hohe Badewannenkante. Falls du dir wegen dem Baden Sorgen machst - viele meiner Kunden ab 60+ sagen mir ehrlich, dass sie sowieso kaum noch baden. Zu umständlich, zu rutschig beim Raussteigen.
Bei der Sanierung würde ich aber auf jeden Fall auf rutschfeste Fliesen achten und gleich Haltegriffe mit einplanen - oder zumindest die Befestigung dafür vorbereiten. Das macht später den Unterschied.
Wenn du handwerklich was übrig hast und Lust auf ein kleines Projekt: Eine schöne Sitzbank in der Dusche einbauen ist auch nicht verkehrt. Hab ich bei meiner eigenen Sanierung auch so gemacht.
Thomas