Hi zusammen,
mir ist was richtig Ärgerliches passiert und ich brauche eure Erfahrungen. Wir wollten unser Bad sanieren lassen und haben einen Betrieb beauftragt - alles schien seriös: Internetauftritt, HWK-Eintrag, nette Beratung vor Ort. Nach Vertragsunterzeichnung haben wir 40% Anzahlung überwiesen (8.000 Euro). Das war vor 6 Wochen.
Seitdem: komplette Funkstille. Telefon geht nicht ran, E-Mails werden ignoriert, an der Firmenadresse ist nur noch ein leeres Büro. Rechtsanwalt ist schon eingeschaltet, aber das Geld sehen wir wohl nie wieder.
Jetzt müssen wir von vorn anfangen und ich bin total verunsichert. Ursprünglich wollten wir das Bad noch vor unserem Sommerurlaub fertig haben, jetzt wird das wohl nichts mehr. Wie prüft ihr denn Handwerksbetriebe richtig ab, bevor ihr einen Auftrag vergebt? Auf was muss man achten außer HWK-Eintrag und Internetauftritt?
Welche Sicherheiten verlangt ihr? Zahlt ihr überhaupt Anzahlungen? Bin für jeden Tipp dankbar, damit mir so ein Mist nicht nochmal passiert.
Gruß
Holger
Puh, 40% Anzahlung ist echt heftig. Das mach ich grundsätzlich nicht mehr als 10%.
Bei mir hat sich bewährt: Erstmal kleine Probejobs vergeben. Reparatur, Wartung oder so. Wenn die sauber arbeiten, kann man größere Sachen angehen. Und immer nach Baufortschritt zahlen, nicht im Voraus.
Holger, das ist wirklich ärgerlich! Ich hatte vor ein paar Jahren bei meiner Walk-In-Dusche auch Probleme mit einem Betrieb, allerdings nicht so dramatisch.
Was ich seitdem mache: Ich lass mir die Betriebshaftpflichtversicherung zeigen und ruf da an, ob die noch aktuell ist. Viele Betrüger haben keine oder abgelaufene Versicherungen. Außerdem prüfe ich bei der IHK/HWK nach, wie lange die schon eingetragen sind. Neue Betriebe sind nicht per se schlecht, aber bei größeren Aufträgen bin ich vorsichtiger.
Und noch ein Tipp: Lass dir einen detaillierten Zeitplan geben. Seriöse Betriebe können das, unseriöse reden drum herum. Bei der Anzahlung gilt: Material ja, Arbeitslohn nein. Also maximal das, was sie wirklich vorab einkaufen müssen.
Drück dir die Daumen für den Rechtsanwalt!
Oh nein Holger, das ist ja echt bitter! 8.000 Euro... das tut wirklich weh. Wir haben bei unserer Badsanierung letztes Jahr zum Glück bessere Erfahrungen gemacht, aber auch nur weil wir sehr vorsichtig waren.
Meine Tipps: Niemals mehr als 10-15% Anzahlung, egal was der Handwerker sagt! Lass dir Referenzen von aktuellen Baustellen geben und fahr da wirklich hin. Oft kannst du mit den Kunden kurz sprechen. Prüf die Gewerbeanmeldung beim örtlichen Gewerbeamt (geht online). Und ganz wichtig: Schau dir die Fahrzeuge an - seriöse Betriebe haben ordentlich beschriftete Fahrzeuge und vernünftiges Werkzeug.
Bei größeren Summen verlange eine Anzahlungsgarantie von der Bank. Kostet zwar extra, aber ist jeden Euro wert. Und nie bar zahlen, immer überweisen auf Firmenkonto. Falls der Betrieb nur Privatkonten angibt - Finger weg!
Ich hoffe, ihr findet schnell einen seriösen Betrieb. Vielleicht klappt's ja doch noch mit dem Urlaub.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit einem Portal wo man mehrere Betriebe aus der Nähe findet und direkt Kostenvoranschläge anfordern kann. Spart echt Zeit beim Vergleichen und man sieht gleich die Bewertungen anderer Kunden. https://dienstleister-portal.com/badsanierung-in-der-naehe/