Hallo zusammen,
wir planen für unser Einfamilienhaus (Bj. 1995) eine neue Regenrinne, da die alte nach 30 Jahren langsam den Geist aufgibt. Das Dach hat ca. 180 qm Grundfläche, Satteldach mit ca. 38° Neigung.
Jetzt bin ich etwas ratlos bei der Dimensionierung. Der Dachdecker meinte 150mm Durchmesser reicht locker, ein anderer Handwerker sagte mir aber 125mm könnte bei Starkregen knapp werden. Bei den heftigen Gewittern der letzten Jahre bin ich da unsicher geworden.
Wie berechnet man das denn richtig? Gibt es da eine Formel oder Tabelle? Muss ich die Dachneigung mit einbeziehen oder nur die Grundfläche? Und spielt es eine Rolle, dass wir in Bayern wohnen, wo es manchmal richtig heftig regnen kann?
Würde das gern richtig machen, bevor wir das Gerüst aufstellen lassen. Hat jemand Erfahrung damit?
Vielen Dank schon mal!
Moin Isabella!
Da kann ich AnnegretPopp nur zustimmen - 150mm ist bei deiner Dachgröße definitiv sinnvoller. Wir haben bei unserem Haus ähnliche Verhältnisse und hatten am Anfang 125mm. Nach zwei Überläufen bei Starkregen haben wir dann doch auf 150mm gewechselt.
Achte auch auf genug Fallrohre! Bei 180qm sollten es mindestens zwei sein, besser drei wenn's die Optik zulässt. Und das Gefälle nicht vergessen - 0,3-0,5% zur Regenrinne hin.
Hi Isabella,
bin da etwas anderer Meinung als die anderen. 125mm kann bei ordentlicher Planung durchaus reichen. Wichtig ist die Fallrohranzahl und -durchmesser. Mit drei 100mm Fallrohren kriegst du auch bei 125mm Rinne genug Abfluss hin.
Das Problem ist oft nicht die Rinnengröße, sondern verstopfte Fallrohre oder zu wenig Gefälle. Wenn dein Dachdecker sagt 150mm reicht "locker", dann plant der wahrscheinlich mit ordentlich Reserve.
Aber klar - sicherheitshalber 150mm nehmen schadet auch nicht.
Hallo Isabella,
bei meinen anderen Bauprojekten hab ich gelernt: immer mit Reserve planen!
180 qm Dach ist schon eine ordentliche Fläche. Die DIN 1986-100 gibt klare Werte vor - da kannst du auch selbst nachrechnen. Für Bayern mit hoher Regenspende und deine Dachgröße ist 150mm Standard.
Ein Tipp noch: Lass dir vom Dachdecker die Berechnung zeigen. Seriöse Betriebe machen das nach Norm und können dir das erklären. Wenn einer nur "wird schon passen" sagt, würd ich skeptisch werden.